Harvard-Konzept
Das 1981 von Wissenschaftler*innen der Harvard-Universität entwickelte Harvard-Konzept beschreibt eine Methode des sachbezogenen und wirksamen Verhandelns. Ziel der Harvard-Methode ist es, Verhandlungen so führen, dass sie als Ergebnis eine Interessen-basierte, konstruktive Einigung in Form einer Win-Win-Situation hervorbringen, aus der beide Seiten den größtmöglichen Nutzen ziehen. Das Verhandlungsergebnis beim Harvard-Konzept geht damit explizit über einen bloßen Kompromiss hinaus, bei dem die Verhandlungspartner*innen ihre jeweiligen Ziele nur teilweise erreichen.Das Harvard-Konzept betrachtet neben der rein sachlichen Dimension auch die Ebene persönlicher Beziehungen. Folgende Grundbedingungen müssen erfüllt sein:Menschen und Probleme sollten getrennt voneinander behandelt werden.Der Fokus sollte auf Interessen, nicht auf Positionen liegen.Entscheidungsmöglichkeiten sollten zum beiderseitigen Vorteil entwickelt werden.Das Verhandlungsergebnis sollte auf neutralen Beurteilungskriterien aufbauen.