Mere Exposure Effect
Mit dem »Mere Exposure Effect« – auch »Effekt der Darbietungshäufigkeit« genannt – ist das Phänomen gemeint, dass Menschen eine anfangs als neutral beurteilte Person oder Sache mit der Zeit allein dadurch positiver bewerten, dass sie diese wiederholt wahrnehmen. Grundvoraussetzung für diesen Effekt ist eine neutrale oder positive Voreinstellung gegenüber dem*der anderen. Der Effekt wurde untersucht, indem Forschungshelferinnen Universitätsseminare besuchten, ohne ein einziges Wort mit den Dozent*innen oder den Studierenden zu wechseln – sie waren einfach nur »da«, manche öfter, manche seltener. Am Ende des Semesters mussten die Studierenden die Attraktivität und die Sympathie dieser Helferinnen bewerten. Diejenigen Helferinnen, die häufiger vor Ort gewesen waren, wurden als deutlich attraktiver und sympathischer eingestuft als diejenigen, die die Seminare seltener besucht hatten.Moreland, R. L., Beach, S. R. (1992). Exposure Effects in the Classroom: The Development of Affinity among Students; in: Journal of Experimental Social Psychology, 28, S. 255-276.